Medien zwischen Partezipation und Manipulation - Installation "Le rose di Alfredo" von Ale

Die Fotografin Alessia Cocca und der Politiker und Autor Walter Veltroni, ehemaliger Bürgermeister von Rom, erzählen mit unterschiedlichen Mitteln vom tragischen Unfall des Alfredino Rampi. Das sechsjährige Kind stürzte am 10. Juni 1981 in dem kleinen Ort Vermicino bei Rom in einen artesischen Brunnen. Der Unfall und die verzweifelten, aber erfolglosen Rettungsversuche wurden innerhalb von wenigen Stunden zu einem Medienereignis von bis dahin unbekannter Dimension, dem Millionen von Fernsehzuschauer in ganz Italien live beiwohnten. Cocca setzt sich mit dem Ereignis in einer Fotoinstallation auseinander, Veltroni, ein Exponent der gegenwärtigen italienischen Politik, berichtet über den Vorfall in seinem Buch „L’inizio del buio“. Der Fall bietet die Gelegenheit, über die Entstehung und Fragwürdigkeit eines medialen Ereignisses nachzudenken. Im Gespräch mit dem Deutschland-Korrespondenten des Corriere della Sera Paolo Lepri analysiert Walter Veltroni die Veränderungen, die gerade die mediale Berichterstattung über die vergeblichen Rettungsversuche von Alfredino in der italienischen Gesellschaft ausgelöst hat und gibt damit einen nicht nur historischen Einblick in eines der umstrittensten Themen der italienischen Gegenwart. Begleitet wird diese Lesung von einer Fotoinstallation von Alessia Cocca „Le rose di Alfredo“. Der KunstkritikerAndrea Paglia führt die Künstlerin ein. Alessia Cocca, geboren 1982 in Benevento, Absolventin der Accademia delle Belle Arti in Neapel, lebt und arbeitet in Berlin. In ihren Fotografien porträtiert sie Menschen, die in ihren eigenen „Brunnen“ ihrer Fehler und Ängste gefallen sind.

Datum: Donnerstag, 7. Juni 2012

Uhrzeit: 19.00 Uhr

Ort: im Haus

Veranstaltet von: Istituto Italiano di Cultura Berlino

www.iicberlino.esteri.it


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